
Wieso waren da plötzlich drei Ringe auf dem Kissen? Ineinander verschlungen, Elisas Ringe, auf seinem verschwitzten Kopfkissen? Symbol ihrer Einheit, von Liebe, Freundschaft und Treue, es hatte zu ihm zurückgefunden.
Er streicht mit dem Finger darüber, hält ihre Hand wieder in seiner. Spielt mit den breiten silbernen Ringen, schimmernd gegen ihre goldene Haut, dreht sie, bis Elisa ihm die Hand entzieht. Die strafend die Brauen zusammenzieht, um gleich wieder lachend nach seiner Hand zu greifen. Ihre Finger zwischen seine schiebt.
Die Ringe blitzen in der schwarzen Erde ihrer Haare, die sie mit Eau de Cologne glättet, dann durcheinanderschüttelt. Dieser Duft von Bergamotte, gibt es den noch? Ihre Haare und ihr Duft, er atmet sie ein, nimmt sie in sich auf.
– Flechte sie mir, Sebastien.
Er greift hinein, kühlt sein Gesicht an ihrer Feuchte. Er könnte es noch heute blind, feste lange Haare zu einem dicken Zopf zu flechten.
Der Ring, ihre Ringe tanzen mit ihren Händen über die Klaviertasten, eine Erinnerung in Dunkel und Crème und Bergamotte und Musik. Elisa ist das alles, sie ist golden, sie ist Tanz, der Ring der Ringe brachte alles an ihr zum Leuchten. Elisa, Elisenda, Ferne, Geliebte.
– Monsieur Morel, was haben Sie denn da in der Hand? Einen Schlüsselring? Wo haben Sie den denn her? Na kommen Sie, wir gehen dann mal ins Bad.
Danke für die Inspiration an @deliana9393 und @dampfautorin für den ersten Satz, der nicht verändert werden darf. #einerstersatzgehtum
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